Universitaeres

Dienstag, 6. März 2007

Wenn Mädchen lernen Pt. II

Erschreckt wird man passiv, erschrocken tut man aktiv.

Und nicht mal das ist richtig, egal, von welcher Seite man es betrachtet.
Ich kapituliere vor den geschätzten 574636453 Seiten, die das Skriptum umfasst, dessen Inhalt ich mir bis Freitag einzutrichtern habe. Ich kapitulierte auch, hätte es weniger, denn ich scheine dümmer zu sein, als ich dachte, und auf mein Kurzzeitgedächtnis ist seit langem Verlass mehr. Was ein Langzeitgedächtnis ist, habe ich bereits vergessen.
Da steh' ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug dumm als wie zuvor!

Dienstag, 26. September 2006

Leckt mich am Arsch

Man nenne mich borniert, aber ich sehe es absolut nicht ein, wieso ich meinen Wecker auf sieben Uhr (morgens) stelle, kurz nach acht Uhr (morgens) gen Uni fahre, um dreiviertel neun Uhr (morgens) ankomme und mich hinter ca. 100 anderen Leuten anstellen muss, um dann zwei Stunden lang darauf zu warten, einen Platz in Seminaren zu erbetteln, bei denen ich bestenfalls auf der Warteliste lande. Leckt mich am Arsch, dafür zahle ich zahlt der beste Vater der Welt keine 756,26 € Studiengebühren.
Ich beklagte mich hier bereits, und ich tue es wieder: lernt verdammt nochmal mit Computern umzugehen und sorgt endlich für Online-Anmeldung, ihr Fachidioten! Eventuell überlastete Server wären im Vergleich zu dem, was sich da zwei Mal jährlich vor universitären Pforten abspielt, ein nervenschonender Spaziergang. Fuck Uni. Jawoll.

Dienstag, 20. Juni 2006

Autsch

Zeigen Sie dieses Handout bloss nicht her, sonst glaubt man noch, ich hätte Ihnen in diesem Seminar nichts beigebracht.

Mittwoch, 10. Mai 2006

Drogen im Wunderland

Nach eingehendster Beschäftigung mit Alice im Wunderland kann ich nun behaupten, Expertin in Sachen halluzinierte Drogenvisionen in Kinderbüchern zu sein. Unfreiwillig, wohlgemerkt, denn Aspekte dieser Art haben mit meinem eigentlichen Referatsthema wenig bis gar nichts zu tun, was Google aber traurigerweise herzlichst egal zu sein scheint.
Es wird an der Zeit mir einzugestehen, dass sogar Alice mich überfordert. Der akademische Titel entschwindet meiner Sichtweite.

Freitag, 7. April 2006

Made it!

So. Geschafft. Die Prüfung, meine ich. Die heutige. Obwohl mir die Fragestellungen bis zuletzt nicht hundertprozentig klar waren. (Soll ich da jetzt einen Autor hinschreiben oder irgendein Gemälde?)
Ich habe mir meinen Schönheitsschlaf mehr als verdient.

Dienstag, 28. März 2006

Call me Angeberin, oder: Selbstbeweihräucherung auf höchstem Niveau

Ja. Denn ich hab' eine 1. In Worten: Eins. Ich. Ohne zu schummeln. Ich. Das eröffnet mir ganz neue Perspektiven; am Ende ist mein Hirn gar nicht so aufnahmeunfähig, wie ich bisher dachte.
An dieser Stelle möchte ich meinem Herzblatt danken, das mich a.) zur Prüfung begleitet hat und b.) meine Prüfungshysterie mit stoischer Ruhe über sich ergehen liess. Danke Herzblatt, ich lieb' Dich.
Die Prüfung selbst war der Hammer; der Hammer schlechthin, um einen von Stefan Raab's Nippeln zu zitieren. Ich klopfte an Professor's Tür, wartete, wartete, wartete und ja. Wartete. Niemand bat mich herein oder sagte Verpiss Dich oder so. Während ich also vor einer vermeintlich verschlossenen Türe stand, mir Mühe gab, die Prüfungshysterie-Tränen zurückzuhalten und so tat, als würde ich konzentriert das Namensschild an der Türe zu studieren, liefen etwa dreitausend Menschen an mir vorbei. Als ich gerade so weit war, wieder zu gehen (ich meine, so eine Situation ist für einen Prüfungsphobiker wirklich nicht lustig), hörte ich drinnen Rascheln und jemanden, der in eine Tastatur haut, und da wurde es mir zu blöd und ich klopfte nochmal energisch. Ja!, tönte es auf einmal. Einen Funken zu ungehalten für meine überstrapazierten Nerven, aber gut. Ich kam rein, der gute Mann kuckte mich an, schien mich aber nicht wirklich zu erkennen, und da setzte dann mein Hirn aus. Anstatt Guten Tag oder eine ähnliche Floskel rauszuwürgen, starrte ich ihn an und stammelte irgendwas à la Äh... Prüfung? Dabei fragte ich mich, wo das verdammte Sofa ist, von dem er erzählt hat (nicht, dass ich vorgehabt hätte, mich lasziv am Sofa zu räkeln und ihn mit gespreizten Beinen einen Blick auf meine nuttenroten Strapse werfen zu lassen - der Mann ist gegen weibliche Reize weitestgehend immun - aber ein bisschen Caféhaus-Atmosphäre ist in angespannten Situationen niemals falsch). Ok, kein Sofa, dafür ein hässlicher Tisch und unbequeme Sessel, aber man ist ja nicht wählerisch. Dann erzählen Sie mal was. Klar. Kein Problem. Hab' ich alles geübt. Und zur Erklärung für diejenigen, die mir nicht ins Hirn sehen können: Um Rumänisch ging es. Die Sprache, für deren gründliche Erlernung ich letztes Semester meine wertvolle Zeit geopfert habe, wie ich sowohl hier als auch hier erwähnte. Blöderweise kam ich, während ich also drauflosquatschte, auf die glorreiche Idee, den vorbereiteten Text zu verwerfen und dem Professor etwas anderes zu erzählen, was dann in Ja, ähm, äh, öhm, äh endete und ich beschloss, zur ursprünglichen Version zurückzukehren. Dann unterbrach er mich, spulte irgendwas von Verben, zusammengesetzten Perfekten, Präpositionen und irgendeiner Person im Singular ab und ich schwieg betroffen. Ich meine, was zum Henker ist ein zusammengesetztes Perfekt? Was eine Präposition? Nachdem ich ihn bat, das Ganze zu wiederholen (man muss Zeit schinden, nur darauf kommt es an), überlegte ich noch ein bisschen und beschloss, alles auf eine Karte zu setzen. Ich habe einen ausgeprägten Hang zur Dramatik. Gut, er will also ein Verb in irgendeiner Person in einer mir unbekannten Zeit, mit ein paar mir unbekannten Zugaben. Schaff ich, kein Ding. Ich murmelte also etwas, das mir passend erschien, er sagte Ja, stimmt, -ohoo! aber bitte in einer Präposition. Ich hatte immer noch keinen Schimmer, was er mit dieser Scheiss-Präposition von mir wollte, aber man darf sich seine Unkenntnis ja nicht anmerken lassen. Ich verpackte mein ohoo!- stimmendes Verb also in irgendeinen Satz und - ohoo! vernahm ein zufriedenes Sehr gut. Während ich tief ausatmete (in Stressituationen vergesse ich manchmal zu atmen, wie schon meine Physiotherapeutin mit Schrecken feststellen musste), wollte er zu meinem Entsetzen ein Nomen im Dativ, irgendeinem anderen - mir natürlich ebenfalls unbekannten - Zusatz und wieder mit dieser verfluchten Präposition. Blöderweise kapierte ich ziemlich schnell, dass ich gerade das gefragt wurde, was ich mir aus Mangel an Verständnis gar nicht erst angeschaut habe. Jipiiiiieh. Ich versuchte also, logisch zu denken (und das, obwohl mir vor einiger Zeit von meinem meiner Professoren nahegelegt wurde, solche Versuche im Zukunft besser bleiben zu lassen) und - naja, ich will mich ja nicht selbst loben, aber ich hab's schon drauf. Das muss mal so gesagt werden. Darauf schrieb mein neuer Lieblingsprofessor eine 1, in Worten Eins, neben meinen Namen und bedankte sich. Mit den Worten Wenn ich sehe, dass es einer kann, muss ich ja nicht noch krampfhaft drumherum reden. Ich dachte mir zwar noch, dass drumherum reden etwas daneben ausgedrückt ist, denn die ganze Prozedur hat keine drei Minuten gedauert, aber man will sein Glück ja nicht überstrapazieren.
Jetzt schmerzt mein Kopf. Aber das macht nichts, denn ich habe eine 1. In Worten: EINS.

Donnerstag, 23. Februar 2006

Neuer Ellbogen gesucht!

Ich studiere am wahrscheinlich einzigen Universitätsinstitut in diesem Land, das die Vorzüge der modernen Technologie noch nicht für sich entdeckt hat. Soll heissen, Online-Anmeldung für die Lehrveranstaltungen ist reine Utopie. Ergo müssen sich die armen Studenten zwei Mal jährlich kurz vor Semesterbeginn mit Ellbogen (und im Optimalfall mit jahrelanger Erfahrung in Nahkampftechnik) zwecks Platz-Ergatterung durch die Massen kämpfen. Die Leute verlieren wirklich jeden Funken Zivilisation, den sie im Leib tragen, wenn's darum geht, bei welchem Professor sie sich im nächsten Semester langweilen. Ich sage es nur höchst ungern, aber jeder Regenwurm hat bessere Manieren als die Leute, zwischen denen ich heute Morgen eineinhalb Stunden eingekeilt war [Ok, das ist jetzt etwas drastisch ausgedrückt, aber man möge mir vergeben. Ich bin übermüdet, durchfroren und auch sonst irgendwie unrund..].
Dafür habe ich einen Stundenplan, der schöner nicht sein könnte. Sechs Lehrveranstaltungen, aber nur bei einer einzigen davon Anwesenheitspflicht. Und die ist alle zwei Wochen. Wenn das kein schönes Semester wird, dann weiss ich auch nicht.
Und wehe, jetzt kommt einer von diesen moralkeulenschwingenden Wen's interessiert, der geht hin, und alle anderen sind asoziale Miststücke-Psychopathen.

Samstag, 21. Januar 2006

Semantischer Verdruss

Meine Professoren weigern sich hartnäckig, das Wort Prüfung in den Mund zu nehmen. Die einen bestehen darauf, nur kurze Wissenschecks durchführen zu wollen, die anderen freuen sich auf amikale Plauschereien; keiner von ihnen ist in der Lage, das Offensichtliche auszusprechen, nämlich Herrschaften, bewegt Eure Ärsche nach Hause und strebert Euch für die verdammte Prüfung zu. Ich will ja nicht meckern, aber in solchen Situationen sind euphemistische Verniedlichungen sowas von absolut nicht angebracht.

Dienstag, 29. November 2005

What the fuck..

Ich werde nicht wahnsinnig. Ich werde genauso wenig überschnappen, durchdrehen, meschugge, ausflippen, und anstaltsreif werde ich schon gar nicht. Dass ich seit etwa dreihundert Jahren nicht mehr durch,- geschweige denn ausgeschlafen habe und jedes verdammte Semester den selben Fehler wieder und wieder begehe, nämlich Prüfungen zu ver- und Seminararbeiten aufzuschieben, und zwar bis zur allerallerallerletzten Sekunde, so wie jetzt, das kann für die Männer mit den hübschen weissen Westen kein Grund sein, mich zu holen. Die Stimmen in meinem Kopf sind sicher auch bald leise.

Freitag, 11. November 2005

Bibliothek des Grauens

Gott und seine himmlischen Heerscharen mögen mir beistehen.
Aus universitären Gründen verbringe ich seit einigen Tagen einen nicht unwesentlichen Teil meiner zugegebenermassen nicht unbedingt knapp bemessenen Freizeit in diversen Institutsblibliotheken, von deren Existenz ich - wie ich zu meiner überaus grossen Schande gestehen muss und trotz einigen Jahren an der Uni - nur vom Hörensagen wusste; irgendwann kam jedoch der Tag, da ich mich nicht mehr davor drücken konnte und so stand ich neulich unbedarft, quasi jungfräulich, auf der Matte, um mir nach zweiminütigem Aufenthalt die erste Rüge zu holen: „Leiser, bitte!“. Dabei war ich noch nicht mal im Leseraum. Scheisse nochmal, wie soll ich mich da drinnen denn zurechtfinden wenn ich nicht mal um Hilfe fragen darf? Ausserdem kommt es noch schlimmer. Nicht quatschen, nicht trinken, nicht futtern, nicht mal ein Entspannungszigarettchen ist drin. Ernsthaft jetzt, wie soll man sich da auf’s Lernen konzentrieren?

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Sollte sich jemand ob meiner Worte an's Bein gepinkelt fühlen, darf er mir das hier mitteilen und ich werde mir überlegen, ob ich etwas dagegen unternehmen will. Mit den Inhalten verlinkter Seiten habe ich nichts zu tun, und auch sonst lehne ich es ab, für irgendetwas zur Rechenschaft gezogen zu werden. Übrigens werde ich ganz sicher nicht meinen Namen hier reinschreiben. Genauso wenig wie meine Adresse, mein Geburtsdatum, meine Augenfarbe oder meine Lieblingsstellung. Ich mache das hier nämlich nur zum Spass. Mehr habe ich im Moment nicht zu sagen. Danke für die Aufmerksamkeit.

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