Kreuz und Quer

Mittwoch, 14. März 2007

Lovely Days

Irgendwann während der Zeit mit Herzblatt scheine ich mich tatsächlich in einen fast normalen Menschen verwandelt zu haben; nach dem Aufwachen ziehe ich als erstes den Vorhang zur Seite, um zu sehen, ob die Sonne scheint. Tut sie es, bin ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit glücklich.
Dummerweise scheint sich mein Layout (ich meine jetzt nicht irgendeine perverse Metapher für mein Leben, sondern das hier) den frühlingshaften Gefühlen, die sich meiner bemächtigt haben, nicht anpassen zu wollen; jeder Versuch, das Ganze etwas heller und fröhlicher (ich könnte kotzen. Ich verwende Wörter wie fröhlich) zu machen, scheitert aus einem mir weder bekannten noch nachvollziehbaren Grund.
Mit meiner irgendwann bereits erwähnten Frühlings-Diät lief es dieses Jahr auch nicht besonders; ich frage mich, wie ich mich grösstenteils von Erdbeeren ernähren soll, wenn die käuflich erwerbbaren Erdbeeren reif sind. Ich mag keine reifen Erdbeeren. Ich mag überhaupt keine reifen Früchte. Unreif, grün und hart schmeckt alles viel besser, egal ob Äpfel, Pfirsiche, Bananen oder eben Erdbeeren.
Mit der Optimierung meines Zeitmanagements läuft es nicht viel besser, weshalb ich mich in derselben misslichen Lage sehe, wie in den vergangenen 673 Semestern; im Klartext heisst das, ich habe für eine ganze Menge Arbeit nur sehr wenig Zeit, und ich frage mich ernsthaft, ob ich meinen Namen noch in diesem Leben mit einem akademischen Titel schmücken darf.
Aber, und das ist das Schöne an der Sache, das macht alles nichts, denn es ist Frühling, und das Leben ist eine Blume, die farbenprächtig und exklusiv für mich blüht. In diesem Sinne: Hascht mich. Ich bin der Frühling.

Donnerstag, 4. Januar 2007

In aller Kürze

Ich bemerke, hier ging lange nichts ab. Zu lange, meint die publikumsgeile Schlampe in mir; nicht lange genug, der Teil, der einfach nur seine Ruhe haben will. Die harten Fakten, die vermutlich ohnehin kein Schwein ausser mir interessieren, will ich trotzdem schnell loswerden.
Mein Zahn zum Beispiel. Der geneigte Leser weiss inzwischen um meine Zahnarzt-Phobie; ich selbst dachte nach der letzten Spazierfahrt von Behandlung, ich hätte die Phobie überwunden, deshalb traute ich mich beim 2. Termin auch ohne Herzblatt und die eine Beste hin. Was soll ich sagen. Ich bin nun bis an mein Lebensende traumatisiert, fürchte ich. Nicht nur, dass diese elende Schlampe von Zahnärztin, die ihren Doktortitel wahrscheinlich bei einer kasachischen Untergrundorganisation gekauft hat, mich angelogen hat (das tut wirklich kein bisschen weh, glauben Sie mir, das Geld für die Spritze können Sie sich sparen und sich nachher was Schönes darum kaufen), die blöde Tante war sogar so dreist, beleidigt zu sein, als ich vor Schmerzen geschrien habe.
Dann war Weihnachten, mein persönlicher allerallerallerschönster Tag im Jahr. Die Schmerzen waren vergessen und wie von Sinnen eilte ich durch die Wiener Einkaufsstrassen um verzückt Geld auszugeben, das ich nicht habe, um die Geschenke zu rechtfertigen, die ich mir wünschte. Und ich habe sie alle bekommen; den schönsten Mantel der Welt, die schönste Tasche der Welt, die besten Bücher der Welt, die süßesten Ohrringe der Welt, die lustigsten Spiele der Welt, den besten Alkohol der Welt und.... noch irgendwas superlativiges, denn die Geschenke der beiden Besten stehen noch aus. Juche.
Nachdem die Show vorbei war, bewegte ich mich tagelang nicht aus dem Bett. Erschreckenderweise fraß ich in dieser Zeit wie ein Schwein den ganzen Tag lang vor mich hin, eine Gewohnheit, die ich mir schleunigst abgewöhnen muss, sonst war's das mit der zwar nicht mühsam, aber doch immerhin errungenen Größe 36.
Silvester war wenig spekatulär; zum ersten Mal seit Jahren war ich zu Mitternacht bei meinen Eltern, was bis auf meinen kleinen hysterischen Ausbruch ganz toll war und in dieser Eigenschaft eine Tradition, die unbedingt wieder eingeführt werden muss. Zwar mag es stumpfsinnig erscheinen, in einer Nacht drei Mal Taxi zu fahren (von der einen anderen Besten vor Mitternacht zu meinen Eltern, von meinen Eltern wieder - unfreiwillig - zu ihr und hernach ein letztes Mal, um nach Hause zu kommen), aber was soll's. Silvester ist schließlich nicht jeden Tag.
Ja. That's it. Möge mich die mit Bangen erwartete Strom-Jahresabrechnung ausnahmsweise nicht in den Ruin treiben. Und mögen wir uns alle wiedersehen. Ja. Auf Wiedersehen.

Donnerstag, 5. Oktober 2006

Die Haselnuss auf meinem Kopf und warum ich trotzdem nicht klüger werde. Oder so.

Ich habe seit Freitag schwarzbraune Haare. Die Brigade bester Freundinnen, die sofort nach Ausspülen der als hellbraun deklarierten Haarfarbe zwecks Problembehebung alarmiert wurde, versichert mir zwar stündlich, dass es ok ist, und auch alle anderen, die meiner in neuer Farbe, obgleich auch nicht in neuem Glanz erstrahlenden Haare angesichtig wurden, scheinen damit leben zu können. Trotzdem erschrecke ich noch immer bei jedem Blick in den Spiegel, und auch Herzblatt, dessen erster Kommentar Kann man das auch wieder rausmachen? war, schien mich schon mal geiler zu finden.
Während ich mich hier übrigens misstrauisch im Spiegel beäuge, sollte ich in einem Hörsaal sitzen. An der gescheiterten Umsetzung dieses Vorhabens ist der Semi-Intellektuelle Haufen schuld, mit dem ich mir Erläuterungen zur Interdisziplinarität der Literatur reinziehen sollte. Aus einer niedlichen kleinen Einführung in die Gedächtnisforschung entbrannte eine Diskussion über die Wesenshaftigkeit der Realität, und das nur, weil diese Leute meinen, die Lektüre eines Stephen Hawking-Buches befähige sie, die Welt zu verstehen. Und anstatt dass die Dame, die den Lehrstuhl okkupiert, sagt, Macht mal halblang, wir wollen hier schliesslich noch was lernen, kuckt sie in ihre Unterlagen und an die Decke. Nichts gegen eine gepflegte Diskussion im kleinen Kreis, aber irgendwann ist ja auch wieder gut. Deswegen werde ich einen letzten misstrauischen Blick in den Spiegel werfen und hernach ins Lokal, in dem man mir Bier bringt, ohne dass ich es bestellen muss, gehen. Da machen sinnentleerte Diskussionen nämlich Spass.

Sonntag, 17. September 2006

Fakten

- Die Tante vom Chinesen meines Vertrauens scheint es partout nicht akzeptieren zu wollen, dass sich meine Präferenzen bzgl. ihres Futters auf S3 und A8 beschränken und drängt mir mit den Worten Schauen Sie! Schauen Sie! auch nach zwei Jahren noch die Speisekarte auf. Dafür hat sie beschlossen, mich nicht mehr die News-Ausgabe von vor 3 Jahren lesen zu lassen, während ich auf die weisse Tüte mit meinem Essen warte, sondern bekundet Interesse an meiner Person, die sie in langwierigem Smalltalk zu erkunden versucht. Das liegt aber vielleicht auch nur daran, dass sie mich neulich beinahe überfahren hätte.
- Christina Stürmer nervt mich mehr als ein zweites Arschloch auf der Stirn, wenn ich das mal so ausdrücken darf.
- Auf meiner Festplatte befinden sich Songs, von denen ich im Leben noch nie was gehört habe. Das ist, glaube ich, nicht gut. Noch viel schlimmer ist allerdings, das Avast sie scheinbar nicht überprüfen will.
- Mein soziales Leben leidet unter meinem ununterdrückbaren Muttertrieb, den ich hemmungslos an meiner Katze auslebe, weil ich keine Kinder will. Kinder stinken und machen Lärm. Obwohl ich von dieser Erkenntnis keinen Zentimeter abrücke und meine Beste jeden Tag darauf hinweise, will sie mich zur Taufpatin ihrer Kinder machen. Anstatt mich einfach Trauzeugin sein zu lassen, wo ich bloss mal einen Zettel unterschreibe und dann aus'm Schneider bin, soll ich mich im Falle eines Falles um ihr Kinder-Gesocks kümmern. Da ist wo der Wurm drin, anders kann ich mir das nicht erklären.
- Die Krallen meiner Katze wären mit dem Begriff Todesinstrument reichlich untertrieben beschrieben. Gegen das, was ihr da bei den Pfoten raussteht, wäre eine Edward mit den Scherenhänden - Hook - Freddy Krueger - Fusion ein harmloses Kinderspielzeug. Ab jetzt gibt's nur noch Kaviar und Veuve Clicuot für das kleine Kätzchen. Ja, ich erkaufe mir Liebe und Sympathien.
- Ich habe kein Cola mehr.

Dienstag, 22. August 2006

Ups And Downs

Ich bin mit einer verdammten Ratte liiert. Dafür entdecke ich meine Liebe zu Oasis wieder. So kann's gehen.

Donnerstag, 27. Juli 2006

Haarentfernung einmal anders

Ich sehe aus wie Vetter It. Das liegt einerseits an dem Wischmop auf meinem Kopf, der mit zunehmender Länge immer weniger kontrollierbar wird, und andererseits an der Kombination 35°+Katze. Ja, Katzen verlieren ihr Winterfell im Sommer. Da sich das Winterfell nicht in Luft auflöst, bleibt es überall dort liegen, wo Katze rumläuft, in meinem Fall hauptsächlich Bett und ich. Ich denk' mir also, so nicht, und mache mich mit einer Haarbürste bewaffnet auf Katzenjagd. Die Katze findet die Behandlung auch super, nur blöderweise stehe ich kurz vor dem Erstickungstod, weil die Haare nicht in der Bürste bleiben sondern fröhlich meine Atemwege verstopfen. Ich denke mir ein zweites Mal, so nicht, und mache mich auf die Suche nach dem Staubsauger. Es ist kaum zu glauben, wie leicht so ein Teil in einer 33m²-Wohnung verloren gehen kann. Unter ein paar linken Schuhen finde ich ihn schliesslich und schnappe mir wieder die Katze, die nun ihrerseits dem Tod nahe scheint, allerdings vor Furcht. Ich bin aber erbarmungslos; wer mit mir kuscheln will, darf nicht haaren. Irgendwas scheine ich aber wieder falsch zu machen, denn als ich das Saugteil an die Katze halte, ist sie auf einmal halb in dieser Röhre drin. Das war so nicht beabsichtigt. Ich ziehe Katze raus, schalte das Höllenteil aus und Katze und ich kucken uns ratlos an. Dann sag ich, lieber eine Katze im Arm als im Staubsauger, hebe sie hoch und wir kuscheln.

Donnerstag, 13. Juli 2006

Bla Bläh

Es scheint, ich war zu lange in der Sonne, und wie ich herausfinden durfte, sind billige Sonnencrèmes scheisse. So sehr kann ich mich gar nicht schämen wie ich rot bin. Ausserdem hat mich meine Sonnenparanoia wieder fest im Griff. Stündlich bilde ich mir neue Geschwüre auf, in und unter meiner Haut ein, und daran ist ausschliesslich meine Hautärztin schuld. Seit sie während einer Kontrolle eines meiner Muttermale mit ernstem Blick und einer ekligen Tinktur bedachte, neige ich bisweilen zu hypochondrischen Ausbrüchen.
Jedenfalls, meine Haut brennt, und durch einen zwei unglückliche Zwischenfälle machen meine Lippen und meine rechte Hand einen auf solidarisch und brennen mit. Irgendwann sollte ich mich mit der Tatsache abfinden, dass ich mich von kochendem Wasser fernhalten sollte, auch - oder vor allem - wenn mein Essen darin schwimmt. Erwiesenermassen ist das schlecht, da die nahr- und schmackhafte Zubereitung von Tiefkühl- und Mikrowollenessen meine ohnehin schon beschränkten Fähigkeiten übersteigt. Wenn der Chef de Cuisine a.k.a. Herzblatt und ich irgendwann nicht mehr zusammen sind, werde ich elediglich verhungern, ich weiss es genau.
Da das jetzt aber nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun hat (nicht, dass ich wüsste, was das eigentliche Thema war, aber wie der geneigte Leser sich eventuell denken kann, sind geordnete Verhältnisse nicht mein Metier), da ich jedenfalls den Faden verloren habe, verabschiede ich mich mit der Erkenntnis, dass Flip Flops scheisse sind. Vor allem an Männerfüssen.

Montag, 12. Juni 2006

...

Hallelujah. Ich robbe schon den ganzen Tag auf Knien durch die Wohnung. Nein, ich habe nicht meine devote Seite entdeckt, ich putze. Nachdem mein letzter Putzrausch kurz vor Weihnachten zelebriert wurde, und ich meine Wohnung bekanntermassen mit einer Katze teile, die oft und gerne Haare verliert, bzw. aufgrund des momentanen Zustandes auch mal einfach rauszukotzen pflegt, hat sich einiges an Dreck angesammelt. Jetzt weiss ich, dass man von Chlor mit Grapefruit-Aroma nicht so schön high wird wie von Ajax Antibakteriell, dafür könnte ich vom Badezimmer-Boden futtern, hätte ich Lust dazu.

Sonntag, 21. Mai 2006

Night Talk

- Es ist so geil, Finnland hat gleich gewonnen!
- Hä? Finnland? Was?
- Finnland gewinnt den blöden Song Contest!!
- Beim Eishockey?


Ich weiss nicht, was man Herzblatt unter's Bier gemischt hat, aber es ist nichts Gutes.

Übrigens grüsste mich vorhin ein Mann mit langen Haaren, einem riesigen Tattoo und einem Schnauzer unter der Nase und einem im Arm. Ich bin irritert; ich unterhalte keinerlei Kontakte zu Männern mit langen Haaren, Tattoos und Schnauzern unter der Nase und im Arm, geschweige denn dass ich per Du mit ihnen bin.

Dienstag, 16. Mai 2006

...

Ich brauche eine Playstation. Dringend.

Harte Jungs

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Sollte sich jemand ob meiner Worte an's Bein gepinkelt fühlen, darf er mir das hier mitteilen und ich werde mir überlegen, ob ich etwas dagegen unternehmen will. Mit den Inhalten verlinkter Seiten habe ich nichts zu tun, und auch sonst lehne ich es ab, für irgendetwas zur Rechenschaft gezogen zu werden. Übrigens werde ich ganz sicher nicht meinen Namen hier reinschreiben. Genauso wenig wie meine Adresse, mein Geburtsdatum, meine Augenfarbe oder meine Lieblingsstellung. Ich mache das hier nämlich nur zum Spass. Mehr habe ich im Moment nicht zu sagen. Danke für die Aufmerksamkeit.

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Zuletzt aktualisiert: 30. Jun, 18:08

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