Ins Glas geschaut

Montag, 30. Oktober 2006

Orgien

Frage des Abends: Wilsch an Kas?
Erkenntnis des Abends: Verkatert kann ich saufen wie ein Loch und bleibe trotzdem stocknüchtern. Meine werten Erziehungsberechtigten mögen über dieses Übermaß an Erfahrung großzügig hinwegsehen.

Vorgestern hatte die eine Beste Diplomparty. In ihrer Wohnung. Eine Diplomparty in ihrer Wohnung, die ganz und gar orgiastische Züge annahm. Gleichzeitig feierten wir die Flucht K.'s, einer der zahlreichen anderen Besten, nach Australien. Sowas muss einem ja erst mal einfallen, zuerst zwei Monate alleine nach Griechenland, sich dort ein paar Griechen und einen Australier aufreissen, und keine drei Monate später ab nach Down Under. Nachdem wir mit ordentlich Prosecco intus noch an ihrem Abschiedsgeschenk gefeilt haben (übrigens eine ganz und gar selten dämliche Aktion; als ob wir erst am Samstag erfahren hätten, dass sie wegfährt. Jeweils zwei Mädels haben sich abwechselnd im Schlafzimmer der einen Besten eingeschlossen, K. saß ahnungslos in der Küche, fragte irgendwann, wem das Handy gehört, das da alleine rumlag, und weil ich immer die bin, die ihr Maul nicht halten kann, tönte ich gleich mal heraus, das gehört der A. K. blickte erstaunt in die Runde und sagte, die ist doch gar nicht hier, und da fing das Gestammel an. So à la, naja, nein, aber irgendwie auch doch, aber die muss mal was klären und ist deswegen eigentlich nicht da, auch wenn sie da ist. Sehr geil. Aber da K. nicht die Hellste misstrauisch ist, ging das auch noch irgendwie gut), nachdem wir jedenfalls mit ordentlich Prosecco intus noch an ihrem Abschiedsgeschenk gefeilt haben und die obligatorischen Tränchen vergossen wurden, waren wir bereit, der Party ihren bereits erwähnten orgiastischen Touch zu verleihen, und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass wir das so richtig gut draufhaben. Drei der vier Herrschaften, die mir mein Bier bringen, ohne dass ich es bestellen muss, waren ebenfalls zugegen und ich übertreibe auch dann nicht, wenn ich sage, die haben's auch drauf. Aber echt. Wir knutschten (also ich nicht), zofften (also ich auch), soffen (also ich auch) und tanzten (also... ihr wisst schon) was das Zeug hält, und waren gestern, als unsere Erinnerung zurückkehrte, sehr verblüfft, dass die Polizei unserem zügellosen Treiben kein gewaltsames Ende gesetzt hat.
Gestern abend machten wir (also eigentlich nur ich) im Lokal, in dem man mir Bier bringt, ohne dass ich bestellen muss, weiter; wobei ich anfangs noch davon überzeugt war, es bei Tee zu belassen und mich zu nichts anderem überreden zu lassen. Was soll ich sagen. Der Geist war willig, aber das Fleisch war schwach. Und so kam es, dass sich von den fünf sichtbar angeschlagenen Mädels am Tisch, eines unter Zuhilfenahme sämtlicher verfügbarer Gliedmaßen ein Bier nach dem anderen einflößte, während die anderen vier an ihrem Soda Zitrone nippten und Gefahr liefen, an Ort und Stelle einzuschlafen. Davon abgehalten wurden sie von den nervigen Kärntnern vom Tisch nebenan. Kärntner sind komische Leute, soviel weiss ich jetzt.
Das letzte Bier ging ob meines Durchhaltevermögens übrigens auf's Haus. Nicht, dass ich darauf stolz wäre; vorenthalten will ich es allerdings auch nicht.

Montag, 24. Juli 2006

Exzesse

Meine persönliche Liste der Men I Would FuckDoctor Lecter) wird fast täglich um neue, schmucke Exemplare ergänzt; Herzblatt kommt mit der Eifersucht kaum noch nach. Als Ausdruck seines Missfallens an meinem Entzücken hat er dann auf seiner Geburtstagsparty ständig mit brennenden Zigaretten um sich geworfen und jedem, der ihm klarmachen wollte, dass brennende Zigaretten auf Holzböden keine gute Sache sind, den Stinkefinger gezeigt. Ok, das könnte auch einfach daran gelegen sein, dass er stockbesoffen war. Blöderweise war ich stocknüchtern und hatte nicht einen Funken Verständnis für solcherlei Dummheiten; da konnten mir seine Freunde noch so oft sagen, ich solle mich mal nicht so anstellen weil man nur ein Mal im Jahr Geburtstag hat. Weiss der Himmel, wieso ich bei sowas immer Babysitter spielen muss. Und weiss der Himmel, wieso ich immer dann nüchtern bleibe, wenn es gratis Alkohol gibt. Anyway. Irgendwann gegen 6 Uhr (morgens, wohlgemerkt), war ich endlich müde genug, um schlafen zu gehen. Ich rollte mein komatöses Herzblatt auf die Seite, bettete mein zerstrubbeltes Haupt darnieder und stand gleich wieder auf. Sowohl das Kissen als auch das Leintuch unter und neben dem Kissen waren klitschnass. Herzblatt war nicht vernehmungsfähig, also schnappte ich mir ein Kissen aus dem Schrank und legte mich auf den Fussboden. Geil. Nach knapp einer Stunde, während der ich mich schlaflos am Boden rumwälzte, beschloss ich wagemutig, mich doch neben Herzblatt zu legen, also hab' ich seine Füsse zugedeckt und meinen Kopf daneben platziert. Meinen Füssen war die Feuchtigkeit bei seinem Kopf ziemlich egal. Unglücklicherweise bin ich nach zweieinhalb Stunden wieder aufgewacht weil ich ob der Dreckshitze nicht mehr schlafen konnte. Ich lief also ein bisschen im Zimmer herum, legte mich wieder hin, lief wieder ein bisschen herum, legte mich wieder hin und plötzlich war auch Herzblatt wach. Ist nicht mal kotzen gegangen, der brave Junge.
Am Abend stand dann die Zelebration des schwesterlichen Geburtstages auf dem Plan, für die ich allerdings ob der Tatsache, dass ich kaum geschlafen habe, eigentlich absagen wollte. Eigentlich. Denn uneigentlich rief um 20.00 Uhr, als ich gerade eine halbe Stunde geschlafen hatte, ihr bester Freund an um zu fragen, ob wir gemeinsam hinfahren würden. Ich dachte mir dann, sie ist immerhin meine Schwester, und als solche die beste der Welt (ja, Schmückelpu, da siehst Du's mal!) und brachte es irgendwie fertig, mich in einer halben Stunde wieder in einen einigermassen ansehnlichen Menschen zu verwandeln. Wir fuhren also ins Wuk und irgendwann tauchte sie mit Gefolgschaft dann auch auf. Unter anderem auch mit meinem Chef. Das war mir dann einigermassen unangenehm, denn irgendwann lief einer meiner Arbeitskollegen vorbei. Da sprachen wir gerade von Anal Slidern und den beiden Kerlen, die sich Papprohre in ihre Hintern stecken und den Hamster da reinschicken. In seinem Gesicht stand geschrieben Kein Wunder, dass die Alte noch nicht rausgeschmissen wurde, wenn die mit dem Chef saufen geht und ich grinste betreten. Nachdem wir dann noch im Chelsea waren (ja, ich kenne jetzt auch das Chelsea. Es übertrifft meine schlimmsten Alpträume um Welten), fuhren Schwesterherz, ihr Freund und el Chefe nach Hause, während ich mit ihrem besten Freund und seinem besten Freund, ab jetzt namentlich Der schönste Mann der Welt, weitersoff. Bis 7.30 Uhr (erraten, morgens). Dann habe ich unglaubliche eineinhalb Stunden geschlafen, Spaghetti Bolognese gekocht (keine Ahnung wieso ich glaube, dass das auch nur irgendein Schwein interessiert), habe noch eine halbe Stunde geschlafen und bin dann mit der einen Besten, dem einen Besten meiner Schwester (das verwirrt langsam sogar mich) und Herzblatt ins Schwimmbad gefahren, wo ich alle Anwesenden nötigte, mit mir die Wasserrutsche runterzurutschen. Ich war sogar noch wach genug, um mich am Abend in das Lokal, in dem man mir Bier bringt, ohne dass ich es bestellen muss, zu setzen.
Dann ging ich schlafen. Guten Morgen.

Sonntag, 30. April 2006

...

Ich habe - welch' Überraschung - einen Kater. Der Mojito ist Schuld, da hat es jemand mit dem Hochprozentigen ein bisschen zu gut gemeint.
Der DJ hat nur geflirtet, weil er bezahlt wurde.
Männer sind scheisse.

Mittwoch, 22. Februar 2006

Traurige Tatsachen

Ich habe einen Kater. Im Kopf habe ich ihn. Und im Magen irgendwie auch. Diesen traurigen Umstand verdanke ich der Tatsache, dass ich gestern Bier-Liquidierung auf höchstem Niveau betrieben habe. Soll heissen, möglichst viel Bier in möglichst wenig Zeit.
Und es war nicht mal meine Schuld. Wirklich nicht. Der junge Mann, der ursprünglich seinen Arm und Geleit mir anzutragen gewillt war, hat sich irgendwann in den letzten beiden Wochen in einen Langweiler erster Güte verwandelt, der im Lokal, wo man mir Bier bringt ohne dass ich es bestellen muss, und vom dem aus wir immer nächtliche Eskapaden planten, den ganzen Abend lang herumgegähnt hat, dass es eine wahre Schande war.
Fuck, sage ich, und meine es so.

Freitag, 10. Februar 2006

Alkohol und Füsse

Nach dem vorgestrigen Ikea-Besuch kam ich unglücklicherweise auf die Idee, dem Lokal, in dem man mir Bier bringt, ohne dass ich es bestellen muss, einen klitzekleinen Besuch abzustatten. Genauer gesagt wollten Schwesterherz und ich bloss ein einziges Bierchen trinken und dann wieder nach Hause gehen, aber wir wissen alle wie das so ist mit Stammlokalen. Ich habe komplett vergessen, dass wir uns auf eines beschränken wollten und erhob deswegen auch keine Einsprüche, als plötzlich wie aus dem Nichts die zweite Runde vor uns stand. Dann tauchte ein Freund von uns samt seinem zuckersüssen Bruder und einem anderen unwichtigen Kerl auf, und naja, man kennt das ja. Ich wollte nicht asozial sein und deshalb stand dann bald das dritte Bier vor uns. Ich weiss ja jetzt nicht, wie das bei anderen Menschen so ist, aber ich bekomme mit zunehmendem Alkoholpegel immer unheimlich Lust zu tanzen, weswegen ich die Herren der Schöpfung solange malträtierte bat mitzukommen, bis sie mir meinen Wunsch zu erfüllen gewillt waren. Schwesterherz war nämlich schon dicht und müde und wollte nach Hause. Diese Memme.
Der Abend, bzw. die Nacht verlief nicht besonders spektakulär, weil man als Frau nicht wirklich angemacht wird, wenn drei betrunkene Kerle um einen rumstehen. Eigentlich nur zwei, denn der Dritte baggerte seinerseits ständig irgendwelche Semi-Schönheiten an, die er sich zuvor richtig schön gesoffen hatte. Weil aber sogar die ihn abblitzen liessen (an alle Männer: mit circa 23 Promille im Leib ist es keine gute Idee, Frauen mittels unkontrollierter Balztänze rumkriegen zu wollen icon_exclaim ), gab er irgendwann frustriert auf und erhöhte auf 33 Promille. Drei Mal darf geraten werden, wer ihn nach Hause schleppte. Ja, schleppte. Ja, ich. Als wir draussen waren, musste sein zuckersüsser Bruder noch Zigaretten holen, worauf es sich Casanova in Ermangelung einer anderen Sitzgelegenheit auf dem Gehsteig bequem gemacht hat und anfing, die Beine seines Freundes anzuspucken, der ihn unbedingt wieder in die Senkrechte hieven wollte. Mein Einwurf, er solle ihn doch bitte einfach in Ruhe lassen, weil er andernfalls vielleicht anfangen würde zu kotzen, wurde mit einem gelallten Was weisst denn Du schon.. der ist hart im Nehmen abgetan. Casanova fand es aber wirklich nicht so toll, dass da einer dauernd an ihm rumfummelte und lallte zurück Wenn Du mich nicht sofort loslässt, spuck' ich Deine Knie an. Also beschweren darf er sich nicht, er wurde gewarnt.
Wie dem auch sei, der zuckersüsse Bruder kam zurück und wir waren uns einig, dass ein bisschen frische Luft uns allen gut tun würde, deswegen war der Plan, zu Fuss nach Hause zu gehen. Er und der Kretin mit angespuckten Knien gingen also los und ich blickte etwas ratlos auf das Häuflein Elend, das da an der Wand gelehnt eingeschlafen war. Und weil ich kein Unmensch bin weckte ich ihn auf und schleppte ihn. Ungefähr zwei Kilometer lang, um realistisch zu bleiben (meinen Füssen nach zu urteilen mindestens zwanzig). Und dann ging ich, ökonömisch denkend, auch noch weiter zu Fuss zu mir nach Hause. Weitere 700 Kilometer. Auf 10 cm hohen Absätzen. Olé.
Wenn ich etwas hasse, dann sind das Blasen an den Füssen.

Freitag, 3. Februar 2006

Besoffene Vögel

Man lese das hier und wisse, dass Alkohol böse ist.

Hab' ich ein Glück, dass ich nicht fliegen kann.

Donnerstag, 2. Februar 2006

Alkoholgeschwängertes Highlight

Zeit: Gestern. Bzw. heute gegen zwei Uhr morgens, so zwischen dem 648. und 649. Wodka Lemon
Location: ein vormals von Mitgliedern der österreichischen Fussball-Nationalmannschaft frequentiertes und deswegen absolut verzichtbares Lokal. Durchgang, linke Seite.
Der Mann: Connor Oberst look-alike. Jetzt, wo ich weiss wie der Mann aussieht, traue ich mir Vergleiche dieser Art zu.
Mein Blick: verzaubert ob seinem wunderschönen Gesicht. Glasig vom 648. Wodka Lemon. Ekstatisch ob der Tatsache, dass sich das wunderschöne Gesicht zu einem Lächeln und einem sexy Hi hinreissen liess.
Meine Gedanken: nicht jugendfrei.
Das Verbrechen: er knutschte. Nicht mich. Nicht, dass die Unterlassung dieses Verbrechens etwas bedeutet hätte (man weiss ja, was man an Herzblättern hat), aber der Marktwert-Eruierung (meiner nämlich) war's nicht zuträglich, bei Gott.

Jedenfalls kam dieser göttergleiche Mann, als seine Zunge wieder freigegeben wurde, zu mir und sagte Weisst Du, wenn die [Anm. d. Red.: die Schlampe] nicht gewesen wäre, hätte ich mit Dir geschmust. Mal abgesehen davon, dass er Wörter wie "schmusen" verwendet, was soll das? Die beiden Herrschaften, in deren Begleitung ich mich befand, brachen ob dieser Verkündung in schrilles Gelächter aus, ich stand erstmal nur da und glotzte ihn ungläubig an. Ihm war's wurscht, er setzte eins drauf und sagte Ich hätt' auch mit Dir geschlafen. Wow. Ich kippte den letzten Wodka Lemon, den mein Magen mir gestattete, in einem Zug runter und sagte etwas wie Ja, äh, das ist lieb von Dir, aber ich glaube, ich muss jetzt gehen. Weiss Gott wo mein eloquenter, energiegeladener Wortwitz steckt, wenn ich ihn mal wirklich brauche. Die beiden Herrschaften kriegten sich gar nicht mehr ein; sie beruhigten sich erst, als ich den obligatorischen ich-bin-betrunken-und-niemand-liebt-mich-Heulkrampf bekam. Ja. Geiler Abend.

Mittwoch, 1. Februar 2006

Ich habe keinen Kater.

Trotz geschätzter 729 Wodka Lemon.

Montag, 2. Januar 2006

200Sex

A good year, sponsored by Beate Uhse.
Vielleicht sollte ich meinen Alkoholkonsum beizeiten überdenken.

Samstag, 26. November 2005

Nun ja.

Gestern, so zwischen dem dritten und dem vierten Bier, fragte ich meinen Exfreund, ob er sich nicht für seine Freundin schämt (ich weiss, ich weiss, ich werde als die bösartigste und verbittertste Exfreundin aller Zeiten in die Annalen eingehen und ich werde auf ewig im Fegefeuer schmoren, und Spass soll ich auch keinen mehr haben, aber das konnte ich mir wirklich nicht verkneifen. Die Frau ist sowas von abstossend, dass ich es persönlich nehme. Da fragt man sich doch wirklich, ob man nicht vielleicht genau so aussieht und es aufgrund gut funktionierender Abwehrmechanismen, akuter Realitätsverweigerung und zahlreicher Freunde, die einem ins Gesicht lügen, nicht weiss).
Später, am Heimweg, wollte ich einen Freund verprügeln, den ich seit vier Monaten nicht mehr gesehen habe. Und >verprügeln< ist bei Gott nicht im metaphorischen Kontext zu verstehen, sondern im physischen.
Ich glaube, Freundschaftspflege ist nicht so mein Ding.

Übrigens rief D. vorhin an. Ich habe nicht den blassesten Schimmer, wer D. ist.

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Sollte sich jemand ob meiner Worte an's Bein gepinkelt fühlen, darf er mir das hier mitteilen und ich werde mir überlegen, ob ich etwas dagegen unternehmen will. Mit den Inhalten verlinkter Seiten habe ich nichts zu tun, und auch sonst lehne ich es ab, für irgendetwas zur Rechenschaft gezogen zu werden. Übrigens werde ich ganz sicher nicht meinen Namen hier reinschreiben. Genauso wenig wie meine Adresse, mein Geburtsdatum, meine Augenfarbe oder meine Lieblingsstellung. Ich mache das hier nämlich nur zum Spass. Mehr habe ich im Moment nicht zu sagen. Danke für die Aufmerksamkeit.

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Zuletzt aktualisiert: 30. Jun, 18:08

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