Es langt.
Ehrlich. Meine sogenannten Freunde können mich allesamt am Arsch lecken. Am Arsch lecken, ja. Ich hasse sie nämlich und will mir keine euphemistischen Bezeichnungen einfallen lassen für das was sie mich können.
Und weil ich mir nicht sicher bin, ob und wie viele der involvierten Personen mich lesen, und weil ich absolut keinen Bock habe, den erklärenden Beitrag wieder online zu stellen - von weiterführenden Erklärungen ganz zu schweigen - müsst Ihr Euch mit dem zufrieden geben, was jetzt kommt.
Die eine Beste und ich gingen gestern in das Lokal, in dem man mir Bier bringt ohne dass ich es bestellen muss. An sich nichts Ungewöhnliches, im Gegenteil. Nach einiger Zeit kam auch der junge Mann, mit dem sie bisweilen die Bettlaken zu zerwühlen pflegt, was auch eher Regel als Abnormität ist. Und wie das so ist, wenn wir drei unseren Alkoholpegel in luftige Höhen treiben (Halt. Eigentlich nur die beiden, ich blieb stocknüchtern - man erinnere sich an meine Sperenzchen machenden Mandeln), kamen wir auf die grossartige Idee, nicht nach Hause zu fahren, sondern unsere Luxuskörper noch irgendwo auf's Tanzparkett zu schwingen. Irgendwie dachte ich mir zwar schon, dass etwas Schlaf keinem von uns schaden würde, aber ich wollte ja nicht als Spassbremse dastehen, ausserdem tut den beiden ein Aufpasser hin und wieder ganz gut.
Ok, wir waren tanzen, wir hatten Spass, ich dachte mir noch, dass mir an diesem Abend eines der üblichen Dramen erspart bleiben würde (die beiden Herrschaften neigen bisweilen zu überschäumender Theatralik; mein letzter Geburtstag verdient nicht zu unrecht das Prädikat erinnerungswürdig; alkoholgeschwängerte Eskalationen und so - GZSZ ist ein Dreck dagegen) und wenn ich gerade in der richtigen Stimmung bin, mische ich da gerne mit. Nun ist es aber so, dass solchermassen ausser Kontrolle geratende Situationen nach ständiger Wiederholung nicht mehr aufregend, sondern einfach nur ermüdend sind, und zwar für die Zuhörer, namentlich mich. Und wenn ich über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg fast täglich von beiden Seiten angerufen werde und mir ihre Scheisse anhören muss, und wenn meine Ratschläge erbettelt werden und nach zwei Jahren noch immer kein Schwein auf meine Ratschläge hört, sondern weiter Theater macht, dann hab' ich irgendwann keinen Bock mehr.
Gut. Gestern war es mal wieder so weit. Die eine Beste schwankte besoffen durch die Gegend, war angepisst, als ich ihr ihre drei (!) Stamperl Wodka weggenommen habe und verschwand torkelnd in der Menschenmasse. Der dritte im Bunde lief ihr wie immer nach, ich stand angefressen in der Gegend rum und fragte mich, warum die beiden mir wirklich jeden verdammten Abend, den ich mit ihnen verbringe, versauen müssen. Nach einer Stunde tauchten sie wieder auf. Die eine heulte, der andere versuchte wenig erfolgreich einen nüchternen Eindruck zu machen, dazwischen fragten sie mich, warum ich denn jetzt böse sei, und da platze mir der Kragen. Dann bin ich hysterisch geworden und hab' ihnen allen die Show versaut. Wenn die glauben, mir jede Sekunde meines Lebens auf die Nerven gehen zu können, haben sie sich geschnitten, ehrlich.
Erinnert sich jemand an diese Werbung von ... keine Ahnung. Mutter und Kind im Supermarkt, Kind legt etwas in den Einkaufswagen, Mutter legt es zurück ins Regal, Kind läuft rot an und holt tief Luft, da wirft sich die Mutter schreiend und strampelnd auf den Boden und das Kind steht mit offenem Maul daneben und ist verblüfft. So war das gestern auch. Ich war die Mutter und die beiden das Kind.
Irgendwann hab' ich mich wieder beruhigt, wir sind raus, die eine Beste und ich steuerten das nächste Taxi an, da meinte der Herr der Schöpfung, der gerade wenig elegant gegen einen Hydranten gedonnert ist, dass er sehr wohl in der Lage sei, zu fahren. Wir verneinten das, er beharrte darauf, wir verneinten, er beharrte, und Drama Nummer zwei nahm seinen Lauf. Die eine Beste fing wieder an zu heulen, ihr Kavalier und ich haben uns angeschrien und da war's mir dann wirklich zu blöd. Ich sagte, macht doch was ihr wollt, und ging los. Sie riefen mir noch hinterher, ich solle mich doch jetzt bitte nicht so anstellen, ich antwortete, dass sie sich gerne umbringen könnten, wenn ihnen danach wäre, ich für meinen Teil würde aber gerne in meinem Bett und nicht in einem brennenden Autowrack aufwachen, und weg war ich. Derart von meinem bis dato wenig ausgeprägten Überlebensinstinkt fasziniert, beschloss ich dann gleich mal im Sinne eines gesunden Lebenswandels zu Fuss nach Hause zu gehen. Dumm nur, dass ich die Sache mit den Blasen an den Füssen nicht in meine Überlegungen miteinbezogen habe, denn meine Füsse tun jetzt höllisch weh.
Auf halber Strecke begegnete ich einem von diesen Menschen, die um fünf Uhr morgens in den Stiegenhäusern dieser Welt Zeitungen vor die Türen legen. Ich lief, immer noch unglaublich wütend, auf der Strasse rum, dieser Typ stieg mit einem Stapel Zeitungen von seinem Fahrrad und wollte gerade ein Haustor aufmachen und sagte Hallo oder etwas in die Richtung. Da mir aber der Sinn wirklich nicht nach frühmorgendlichen Gesprächen mit Fremden stand, ignorierte ich ihn und ging weiter. Er sagte wieder irgendwas, ich reagierte wieder nicht darauf, da packte mich dieses Subjekt für meine Begriffe einen Funken zu grob am Arm und redete auf mich ein. Leider war ich nun aber ganz und gar nicht in der Stimmung, das vor Furcht erstarrte Mädchen in den Klauen des Bösewichts zu mimen, weswegen ich den Kollegen sehr unsanft gegen die Hausmauer schubste während ich ihn ganz und gar nicht ladylike beschimpfte. Gott sei Dank musste ich mich dann nur als Drecksschlampe bezeichnen lassen; von weiteren Übergriffen sah der junge Mann ab.
Na gut, viel mehr hätte vermutlich nicht passieren können, es war schon hell draussen und überraschend viele Menschen liefen herum.
Na jedenfalls ging ich, von minütlich erfolgten und mir ignorierten Anrufen der einen Besten begleitet, weiter nach Hause.
Das war übrigens die Kurzfassung. Es waren noch der hier erwähnte proletoide Kochlehrling sowie mein Nachbar, ein ehemaliger Zuhälter, involviert, aber ich wollte es überschaubar halten.
Wer mich bemitleidet, ist herzlichst eingeladen, mir Geld für den bald notwendigen Psychiater zu überweisen.
Und weil ich mir nicht sicher bin, ob und wie viele der involvierten Personen mich lesen, und weil ich absolut keinen Bock habe, den erklärenden Beitrag wieder online zu stellen - von weiterführenden Erklärungen ganz zu schweigen - müsst Ihr Euch mit dem zufrieden geben, was jetzt kommt.
Die eine Beste und ich gingen gestern in das Lokal, in dem man mir Bier bringt ohne dass ich es bestellen muss. An sich nichts Ungewöhnliches, im Gegenteil. Nach einiger Zeit kam auch der junge Mann, mit dem sie bisweilen die Bettlaken zu zerwühlen pflegt, was auch eher Regel als Abnormität ist. Und wie das so ist, wenn wir drei unseren Alkoholpegel in luftige Höhen treiben (Halt. Eigentlich nur die beiden, ich blieb stocknüchtern - man erinnere sich an meine Sperenzchen machenden Mandeln), kamen wir auf die grossartige Idee, nicht nach Hause zu fahren, sondern unsere Luxuskörper noch irgendwo auf's Tanzparkett zu schwingen. Irgendwie dachte ich mir zwar schon, dass etwas Schlaf keinem von uns schaden würde, aber ich wollte ja nicht als Spassbremse dastehen, ausserdem tut den beiden ein Aufpasser hin und wieder ganz gut.
Ok, wir waren tanzen, wir hatten Spass, ich dachte mir noch, dass mir an diesem Abend eines der üblichen Dramen erspart bleiben würde (die beiden Herrschaften neigen bisweilen zu überschäumender Theatralik; mein letzter Geburtstag verdient nicht zu unrecht das Prädikat erinnerungswürdig; alkoholgeschwängerte Eskalationen und so - GZSZ ist ein Dreck dagegen) und wenn ich gerade in der richtigen Stimmung bin, mische ich da gerne mit. Nun ist es aber so, dass solchermassen ausser Kontrolle geratende Situationen nach ständiger Wiederholung nicht mehr aufregend, sondern einfach nur ermüdend sind, und zwar für die Zuhörer, namentlich mich. Und wenn ich über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg fast täglich von beiden Seiten angerufen werde und mir ihre Scheisse anhören muss, und wenn meine Ratschläge erbettelt werden und nach zwei Jahren noch immer kein Schwein auf meine Ratschläge hört, sondern weiter Theater macht, dann hab' ich irgendwann keinen Bock mehr.
Gut. Gestern war es mal wieder so weit. Die eine Beste schwankte besoffen durch die Gegend, war angepisst, als ich ihr ihre drei (!) Stamperl Wodka weggenommen habe und verschwand torkelnd in der Menschenmasse. Der dritte im Bunde lief ihr wie immer nach, ich stand angefressen in der Gegend rum und fragte mich, warum die beiden mir wirklich jeden verdammten Abend, den ich mit ihnen verbringe, versauen müssen. Nach einer Stunde tauchten sie wieder auf. Die eine heulte, der andere versuchte wenig erfolgreich einen nüchternen Eindruck zu machen, dazwischen fragten sie mich, warum ich denn jetzt böse sei, und da platze mir der Kragen. Dann bin ich hysterisch geworden und hab' ihnen allen die Show versaut. Wenn die glauben, mir jede Sekunde meines Lebens auf die Nerven gehen zu können, haben sie sich geschnitten, ehrlich.
Erinnert sich jemand an diese Werbung von ... keine Ahnung. Mutter und Kind im Supermarkt, Kind legt etwas in den Einkaufswagen, Mutter legt es zurück ins Regal, Kind läuft rot an und holt tief Luft, da wirft sich die Mutter schreiend und strampelnd auf den Boden und das Kind steht mit offenem Maul daneben und ist verblüfft. So war das gestern auch. Ich war die Mutter und die beiden das Kind.
Irgendwann hab' ich mich wieder beruhigt, wir sind raus, die eine Beste und ich steuerten das nächste Taxi an, da meinte der Herr der Schöpfung, der gerade wenig elegant gegen einen Hydranten gedonnert ist, dass er sehr wohl in der Lage sei, zu fahren. Wir verneinten das, er beharrte darauf, wir verneinten, er beharrte, und Drama Nummer zwei nahm seinen Lauf. Die eine Beste fing wieder an zu heulen, ihr Kavalier und ich haben uns angeschrien und da war's mir dann wirklich zu blöd. Ich sagte, macht doch was ihr wollt, und ging los. Sie riefen mir noch hinterher, ich solle mich doch jetzt bitte nicht so anstellen, ich antwortete, dass sie sich gerne umbringen könnten, wenn ihnen danach wäre, ich für meinen Teil würde aber gerne in meinem Bett und nicht in einem brennenden Autowrack aufwachen, und weg war ich. Derart von meinem bis dato wenig ausgeprägten Überlebensinstinkt fasziniert, beschloss ich dann gleich mal im Sinne eines gesunden Lebenswandels zu Fuss nach Hause zu gehen. Dumm nur, dass ich die Sache mit den Blasen an den Füssen nicht in meine Überlegungen miteinbezogen habe, denn meine Füsse tun jetzt höllisch weh.
Auf halber Strecke begegnete ich einem von diesen Menschen, die um fünf Uhr morgens in den Stiegenhäusern dieser Welt Zeitungen vor die Türen legen. Ich lief, immer noch unglaublich wütend, auf der Strasse rum, dieser Typ stieg mit einem Stapel Zeitungen von seinem Fahrrad und wollte gerade ein Haustor aufmachen und sagte Hallo oder etwas in die Richtung. Da mir aber der Sinn wirklich nicht nach frühmorgendlichen Gesprächen mit Fremden stand, ignorierte ich ihn und ging weiter. Er sagte wieder irgendwas, ich reagierte wieder nicht darauf, da packte mich dieses Subjekt für meine Begriffe einen Funken zu grob am Arm und redete auf mich ein. Leider war ich nun aber ganz und gar nicht in der Stimmung, das vor Furcht erstarrte Mädchen in den Klauen des Bösewichts zu mimen, weswegen ich den Kollegen sehr unsanft gegen die Hausmauer schubste während ich ihn ganz und gar nicht ladylike beschimpfte. Gott sei Dank musste ich mich dann nur als Drecksschlampe bezeichnen lassen; von weiteren Übergriffen sah der junge Mann ab.
Na gut, viel mehr hätte vermutlich nicht passieren können, es war schon hell draussen und überraschend viele Menschen liefen herum.
Na jedenfalls ging ich, von minütlich erfolgten und mir ignorierten Anrufen der einen Besten begleitet, weiter nach Hause.
Das war übrigens die Kurzfassung. Es waren noch der hier erwähnte proletoide Kochlehrling sowie mein Nachbar, ein ehemaliger Zuhälter, involviert, aber ich wollte es überschaubar halten.
Wer mich bemitleidet, ist herzlichst eingeladen, mir Geld für den bald notwendigen Psychiater zu überweisen.
girl interrupted - 8. Jun, 14:28
Und sag dem Ello Entschuldigung für das Attribut "kotzend". ;)