Hirn vermisst!
Und zwar ausnahmsweise nicht meines, sondern das meines angebeteten Herzblattes.
Herzblatt fährt heute gen Osten, um dort ordentlich Kohle abzuräumen. Nein, er raubt keine tschechische Bank aus, er spielt ein Turnier. Wie auch immer, eine halbe Stunde, bevor er weggehen musste, erinnerte er sich an seinen Pass, bzw. daran, dass er keine Ahnung hat, wo der Pass sich befindet. Die Tatsache, dass er gestern bei sich zu Hause war um zu packen, und normale Menschen spätestens bei einer sich derart anbiedernden Gelegenheit schon Ausschau nach ihrem Pass halten, hielt ich ihm gnädigerweise nicht vor; ich verlor nicht mal, wie oft in solchen Augenblicken, meine Nerven (das Leben wäre ja wahrlich langweilig ohne hysterische Krisen, und mir persönlich ist jeder Anlass recht um einen Hauch Dramatik zu verbreiten), sondern half ihm sogar, entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten, ziemlich gründlich bei der Suche. Man glaubt gar nicht, wie schnell so ein Wohnzimmertisch aufgeräumt sein kann, egal wieviel Dreck draufliegt. Wir stellten also meine Wohnung auf den Kopf und ca. 100 Dosen Cola in einen Müllsack, gefunden haben wir allerdings bloss einen verloren geglaubten Aschenbecher und ein bisschen Essen von vorgestern (verpackt, natürlich. So eklig bin nicht mal ich). Während ich mich daran machen wollte, der Katze den Bauch aufzuschneiden (das Vieh hat bisweilen seltsame Fressgewohnheiten), rief Herzblatt seinen Mitbewohner an und instruierte ihn, sein Zimmer zu durchsuchen. Die Suche verlief ebenfalls erfolglos, was aber nicht weiter verwunderlich ist, wenn Herzblattes Zimmer auch nur annähernd so aussieht, wie meine Wohnung. Inzwischen frohlockte ich, denn ich spekulierte darauf, dass Herzblatt nun hierbleiben und ich auch weiterhin meine abendliche Dosis Rückenkraulen bekomme würde, aber erschreckenderweise wollte Herzblatt nichts von solcherlei Ideen hören, sondern faselte irgendwas von neuem Pass ausstellen lassen. Weisst Du eigentlich, wieviel das kostet? fuhr ich ihn in der Hoffnung, er wüsste es nicht, an. Dummerweise wusste er es. Ich fahr aber zuerst noch nach Hause und such weiter, sprach Herzblatt, setzte sich ins Taxi und verschwand. Nachdem er so bescheuert war, sich vom Taxifahrer ausnehmen zu lassen (er wurde durch ganz Wien gefahren - der Fahrer verwechselte ihn wohl ob seines Gepäcks mit einem Touristen und Herzblatt ist bei sowas immer viel zu höflich. Ich persönlich hätte den Mann zuerst angeschrien, ihm dann nur die Hälfte des Fahrpreises bezahlt und mich hernach bei seinem Vorgesetzten über ihn beschwert), jedenfalls als er endlich zu Hause war, fiel ihm plötzlich ein, wo der Scheiss-Pass sich befindet (nein, nicht bei mir, obwohl ich dann eine schöne Pointe hätte) und nun sitzt er hoffentlich endlich im Auto Richtung Turnier und Kohle.
Und jetzt drücken wir ihm alle die Daumen, denn wenn er gewinnt, hab' ich auch was davon.
Herzblatt fährt heute gen Osten, um dort ordentlich Kohle abzuräumen. Nein, er raubt keine tschechische Bank aus, er spielt ein Turnier. Wie auch immer, eine halbe Stunde, bevor er weggehen musste, erinnerte er sich an seinen Pass, bzw. daran, dass er keine Ahnung hat, wo der Pass sich befindet. Die Tatsache, dass er gestern bei sich zu Hause war um zu packen, und normale Menschen spätestens bei einer sich derart anbiedernden Gelegenheit schon Ausschau nach ihrem Pass halten, hielt ich ihm gnädigerweise nicht vor; ich verlor nicht mal, wie oft in solchen Augenblicken, meine Nerven (das Leben wäre ja wahrlich langweilig ohne hysterische Krisen, und mir persönlich ist jeder Anlass recht um einen Hauch Dramatik zu verbreiten), sondern half ihm sogar, entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten, ziemlich gründlich bei der Suche. Man glaubt gar nicht, wie schnell so ein Wohnzimmertisch aufgeräumt sein kann, egal wieviel Dreck draufliegt. Wir stellten also meine Wohnung auf den Kopf und ca. 100 Dosen Cola in einen Müllsack, gefunden haben wir allerdings bloss einen verloren geglaubten Aschenbecher und ein bisschen Essen von vorgestern (verpackt, natürlich. So eklig bin nicht mal ich). Während ich mich daran machen wollte, der Katze den Bauch aufzuschneiden (das Vieh hat bisweilen seltsame Fressgewohnheiten), rief Herzblatt seinen Mitbewohner an und instruierte ihn, sein Zimmer zu durchsuchen. Die Suche verlief ebenfalls erfolglos, was aber nicht weiter verwunderlich ist, wenn Herzblattes Zimmer auch nur annähernd so aussieht, wie meine Wohnung. Inzwischen frohlockte ich, denn ich spekulierte darauf, dass Herzblatt nun hierbleiben und ich auch weiterhin meine abendliche Dosis Rückenkraulen bekomme würde, aber erschreckenderweise wollte Herzblatt nichts von solcherlei Ideen hören, sondern faselte irgendwas von neuem Pass ausstellen lassen. Weisst Du eigentlich, wieviel das kostet? fuhr ich ihn in der Hoffnung, er wüsste es nicht, an. Dummerweise wusste er es. Ich fahr aber zuerst noch nach Hause und such weiter, sprach Herzblatt, setzte sich ins Taxi und verschwand. Nachdem er so bescheuert war, sich vom Taxifahrer ausnehmen zu lassen (er wurde durch ganz Wien gefahren - der Fahrer verwechselte ihn wohl ob seines Gepäcks mit einem Touristen und Herzblatt ist bei sowas immer viel zu höflich. Ich persönlich hätte den Mann zuerst angeschrien, ihm dann nur die Hälfte des Fahrpreises bezahlt und mich hernach bei seinem Vorgesetzten über ihn beschwert), jedenfalls als er endlich zu Hause war, fiel ihm plötzlich ein, wo der Scheiss-Pass sich befindet (nein, nicht bei mir, obwohl ich dann eine schöne Pointe hätte) und nun sitzt er hoffentlich endlich im Auto Richtung Turnier und Kohle.
Und jetzt drücken wir ihm alle die Daumen, denn wenn er gewinnt, hab' ich auch was davon.
girl interrupted - 3. Mai, 13:12